Dunadd

Inauguration Stone auf der Hügelfestung Dunadd, Argyll, Scotland – Der seit rund 2400 Jahren besiedelte und befestigte Hügel Dunadd zwischen Kilmartin und Lochgilphead war etwa seit dem 6. Jhd. das Zentrum des irisch-gaelischen Königreichs von Dál Riata. – Der mit Tiergravuren, Ogham-Zeichen und zwei in den Stein geschnittenen Fußabdrücken versehene Fels unter der heute darauf angebrachten, detailgetreu nachmodellierten Schutzschicht diente wohl bei  Krönungszeremonien als zentraler Ort, an dem der neue Herrscher durch Setzen des eigenen Fußes in die Fußhöhlung auf dem Stein seine Verbundenheit mit dem Herrschaftsgebiet demonstrierte. – Die Herrscher  von Dál Riata überließen  St. Columba die Insel Iona für die Gründung des dortigen Klosters. Das Königreich von Dál Riata verschmolz mit dem westlich liegenden Pictischen Königreich Mitte des 9. Jhd. unter Cináed mac Alpin (Kenneth MacAlpin) zum Königreich Alba. (Für Informationen zu Dunadd vgl.: University of Glasgow – Dunadd Digital Archive)