Bothmer

Schloss Bothmer Kronleuchter

Schloss Bothmer, Klütz, MV, Corps de Logis, 1. Stock, Großer Saal, Giebel auf der Parkseite

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Jazz – Jugend – M-V

Gestern spielte das Landesjugendjazzorchester Mecklenburg-Vorpommern (LaJazzO M-V) unter der Leitung von Michael Leuschner eine Stunde lang im Wismarer Zeughaus und bot satten Big-Band-Sound mit feinen Arrangements, darunter auch Musik des Organisten Jimmy Smith, arrangiert von Steve Grey – eine Leihgabe aus dem Archiv der NDR-Bigband.

Das LaJazzO spielt heute, vor der Eröffnung des „See more Jazz“-Festivals des Jazz-Club Rostock, in Rostock (18 Uhr, Klostergarten Rostock (Karten 0381 -2036084) und – falls jemand am Sonntag oder Montag in Schweden unterwegs ist –
am 5.8.2018, 15 Uhr im Linnaeus-Park Växjö (Schweden)
und am 6.8.2018, 19 Uhr im Stadsparken Kalmar (Schweden).

Wer sich einen Eindruck des Klangs der (natürlich nicht mehr aktuellen)  Besetzung von 2015 verschaffen möchte, der findet von einem damaligen Auftritt zusammen mit dem Organisten Jon Hammond etwas bei Youtube.

boulevART – 12. Internationales Straßentheaterfest Wismar

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Puh, das war ein heißer Vormittag und Mittag in der Altstadt von Wismar!

Jetzt ist kurz Schatten, Erfrischung und Pause angesagt, und heute gegen Abend gehts zum Weitergucken in die Altstadt und dann auch an den Hafen.

An allen Ecken gibts Menschen die alles Mögliche zum Nachdenken, Staunen, Mitfühlen und Schmunzeln veranstalten.

Heute und am Sonntag gibt es noch jede Menge zu sehen.

Das Programm gibt es unter www.boulevart-festival.de.

 

„Wenn du’s warm und weich hast,

tust du am Klügsten, wenn du vor dich hin döst und schweigst, mein Bester.“

Das sagt „Mariechen“ der Kater (doch, doch) und lässt sich dann doch auf ein Gespräch mit dem professionellen Helden „Lanzelot“ ein, der als Fremder in die Stadt kommt, sich in das Mädchen „Elsa“, das als Jahresopfer für den seit vierhundert Jahren stadtbeherrschenden Drachen vorgesehen ist, verliebt und den Bürgern, die sich mit allen Verhältnissen arrangiert haben,  einen Spiegel vorhält.

Jewgeni Lwowitsch Schwarz schrieb „Der Drache“ als politisches Märchen voller Ironie, sich steigernder Komplexität und Humor in der Sowjetunion der 1940er Jahre. Zur Erstaufführung kam das Stück erst Anfang der 1960ger Jahre in Polen, unter Stalin war es  nach zwei öffentlichen Generalproben verboten worden. Es handelt von Machtmissbrauch durch allzumenschliche Drachen und von Menschen, die sich mit dem Leben in Angst und unter ständiger Kontrolle abfinden, von Gerechtigkeit, Zivilcourage und davon, ob Einzelne zusammen etwas verändern können. An Aktualität hat es nichts eingebüßt, denn „Drachen“ gibt es immer und überall.

Die Darstellerschar um Alexander Höchst als Drache, Robert Glatzeder als Lanzelot, Friedrike-Maria Nölting als Elsa und Sascha Gluth als Bürgermeister hält den begeisterten Zuschauern der Wismarer Inszenierung den gleichen Spiegel in der allerbesten Weise vor, und es lohnt sehr, sich das Spiel im Kirchenschiff von St. Georgen anzuschauen.

Wer noch Gelegenheit hat: Am 20., 21. und 22. Juli sowie am 26., 27. und 28. Juli gibt es noch Vorstellungen.

Es bleibt die Frage und Aufgabe: Wie bringt man die Leute dazu, sich im vorgehaltenen Spiegel anders selbst zu sehen, als sie es sich über die Jahre angewöhnt haben? Möge es gelingen!

Tipp

Das war ein sehr schönes Konzert in der St. Nikolaikirche gestern!

Das Trio „sixty1strings“, bestehend aus Negin Habibi (Gitarre), Konstanze Kuß (Harfe) und Ekaterina Solovey (Mandoline) bot höchstes Können und Spielfreude auf  Barock- und modernen Instrumenten und füllte dabei die 37m hohen Gewölbe der 1370 begonnenen Wismarer Backsteinbasilika mit einem Programm mit Stücken von Vivaldi, Uccellini, Scarlatti und Marais bis zu Saint-Saëns, Debussy und Ginastera.

Wenn sich also einmal die Gelegenheit bieten sollte die Damen irgendwo anzuhören: Hingehen!