Wismarer Altstadt

Wismar Altstadt

Karstadt Stammhaus, Marienkirchturm, Fürstenhof, St. Georgen, St. Nikolai

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Sonnenaufgang

Das war ein klarer, eiskalter Morgen nach einer Nacht mit Bodenfrost.
Auf der Morgenrundfahrt zum Schreibtisch war nach mehreren anderen berufsbedingten Zwischenstops noch Gelegenheit zu einem Halt am Mühlenteich.

Der war heute fest in der Hand von einer ganzen Reihe von Gänsefamilien mit ihren Küken,

die im Morgennebel ihre Runden drehten.

Einige strebten dann auch gleich wieder dem Ufer zu.

Eine Schwalbe macht zwar noch keinen Frühling, aber das ist nur eine von mehreren, die ich heute auch erstmals wieder über dem See sah. Dann besteht ja die Chance, dass Schwalben und Segler bald auch wieder in unserer Nachbarschaft unterwegs sind.

Als ich mich schon wieder aufs Rad geschwungen hatte, sauste am Ufer unter den überhängenden Büschen doch tatsächlich noch ein rotgolden-knallblauer Miniblitz über dem Wasser an mir vorbei. Aber das war viel zu schnell und so war ich ohne jede Chance auf etwas, das vielleicht, nein bestimmt ein Eisvogelfoto sein könnte. Da müsste man wirklich regelmäßig und zielgerichtet viel früher aufstehen …

Lindengarten / Bastion Vespasian

Frühlingsblick auf St Nikolai

Blick vom Lindengarten auf St. Nikolai, Wismar

Zufluss Frische Grube

Lindengarten – Mühlenbach – Zufluss Mühlengrube / Frische Grube

Gedenkinschrift Mauertor Frische Grube

Holperig aber zweckdienlich. – Gedenkinschrift am Bogen über dem Bachlauf. – Die Reste der alten Stadtmauer an dieser Stelle wurden also 1872 abgerissen, woraus man schließen darf, dass selbst nach dem enormen Befestigungsausbau durch die Schwedische Besatzung ab 1648 und der weitgehenden Schleifung der Befestigungen  durch die im Großen Nordischen Krieg hier 1716 siegreiche Koalition aus Dänen, Preußen und Hannoveranern  in diesem Bereich noch Reste der mittelalterlichen Stadtmauer vorhanden waren.  – Im Jahre 1872 traf am 12./13. November 1872 ein Nordostorkan die Ostseeküsten des heutigen Dänemark, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern und löste die  bisher schwerste Sturmflut in diesen Gebieten aus.

Im Lindengarten

Der Lindengarten wurde im 18. Jhd. an der Stelle des ehemaligen schwedischen Festungsteils „Bastion Vespasian“ angelegt. Der Verlauf des den Park an einer Seite begrenzenden Mühlenbaches zeigt bis heute die Lage des schwedischen Festungsgrabens.

Lindengarten Alter Stadtmauerturm

Blick aus dem Lindengarten. Der „Alte Wasserturm“ ist der letzte vorhandene ursprüngliche Wehrturm der mittelalterlichen Stadtbefestigung Wismars. Er wurde 1685 zum Wasserturm umgebaut und versorgte bis 1873 zusammen mit der Wasserkunst auf dem Marktplatz die Altstadt. – Rechts im Hintergrund ist das 1690 als Teil der schwedischen Seefestung Wismar erbaute ehemalige königlich-schwedische Provianthaus zu erkennen.

Festungsplan Wismar 1716 - Bastion Vespasian

aus: Die Kunst- und Geschichts-Denkmäler des Grossherzogthums Mecklenburg- Schwerin,  Friedrich Schlie,  1839-1902

Nanu?

Heute früh mal ein Blick von Wismar die Küste entlang nach Rostock, wo seit 8.00 Uhr fast die komplette Altstadt/ Innenstadt wegen der Entschärfung einer Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg evakuiert wurde und erstmal Sperrzone ist.
Die komplette Rostocker Altstadt sieht man auch sehr schön auf dem Bild (click to enlarge) aus dem Werk „Civitate Orbis Terrarum“ von Bruin und Hogenbergius, erschienen in Köln 1577-1588.
Aber auf welchem Bild?
Schaut man genau hin, kann man gut erkennen, dass es sich (trotz einiger sicher hinzugefügter Schmuckdetails) nicht um reine Symbolbilder handelt. Denn auf dem „Wismaria“-bild kann man sehr schön die … Petrikirche, Nikolaikirche und Marienkirche erkennen?! Moment, die sind doch in Rostock? – Genau. Deshalb sind auf dem mit „Rostockium“ betitelten Bild ja auch die Nikolaikirche, die Marienkirche und die Georgenkirche (die natürlich auch damals in Wismar standen) zu sehen. Da hat der Tafelstecher wohl die Notizzettel durcheinanderbekommen. Kann passieren.