Schloss Schwerin

Bild

Advertisements

Na denn „Bewusste Weihnachten!“ allerseits!

Frau M koordiniert

Aus den ollen Notizen:

Frau M koordiniert

Frau M ist verstorben. Sie lebte allein in schlichten Verhältnissen,  hinterließ aber eine nicht unbedeutende Summe auf einem Sparkonto. Nahe Verwandte sind nicht vorhanden und die Erben zunächst einmal unbekannt.

Das Gericht bestellt mich zum Nachlasspfleger.

Beim „Kennenlernen“, d.h. dem ersten Gang durch die fremde Wohnung  (daran gewöhnt man sich übrigens nie so richtig), finden sich neben einem fast leeren Adressbuch auch die Telefonrechnungen der letzten Monate samt Einzelverbindungsnachweisen.

Seltene Telefonate mit wenigen Gesprächspartnern. Aber immerhin.

Zurück im Büro klemme ich mich hinter den Schreibtisch, hole tief Luft und rufe die erste der häufiger auftauchenden Nummern an, um ein Bild zu bekommen.

Eine ältere Dame antwortet.

Sie hat schon vom Todesfall gehört und erzählt von ihrer Bekanntschaft mit der Verstorbenen. Ja, man sei befreundet gewesen, habe sich immer Dienstags in der Stadt in einem Lokal zum Essen getroffen. Über die Familienverhältnisse weiß sie nichts.

Die Dame schließt mit den Worten: „Ich war sicher die beste Freundin von Frau M.“

Nun gut. Gespräch notiert und neue Nummer gewählt.

Wieder meldet sich eine ältere Dame.

Sie weiß noch nicht, dass Frau M. verstorben ist. Im Gespräch erfahre ich, dass man sich nahe gestanden habe. Ja, die Verstorbene habe wohl entfernte Verwandtschaft gehabt, aber mit der habe sie nichts zu tun haben wollen.

Der eigene Kontakt?

Nun, in ihre Wohnung habe sie die Verstorbene nie mitgenommen, aber sie seien immer zusammen Essen gegangen in der Stadt. Wenn möglich, immer Montags. In einem einfachen Lokal.  Und sie sei sicher die beste Freundin von Frau M gewesen.

Ihr ahnt es schon, aber trotzdem dürft Ihr raten, was mir die nächsten drei Telefongesprächspartnerinnen erzählten …